Über Uns

Die Kampagne für Saubere Kleidung

Mindeststandards und Vereinigungsrecht in der Bekleidungsindustrie

Die 1990 in den Niederlanden gegründete Kampagne für Saubere Kleidung engagiert sich für eine sozial „saubere“ Produktion von Kleidung. U.a. informiert und mobilisiert sie VerbraucherInnen und schafft so ein Druckmittel,  auf die  Konzerne. Mittlerweile ist die Kampagne in 13 europäischen Ländern aktiv. Fast 300 Gruppen aus den Bereichen Gewerkschaft, Frauen, Dritte Welt, Kirche u.a. sind Mitglieder der Clean Clothes Campaign (CCC). In Deutschland bilden 19 Organisationen den TrägerInnenkreis der deutschen Kampagne, wie z.B. die Christliche Initiative Romero, FEMNET, ver.di, INKOTA-netzwerk, oder das Nord-Süd-Netz des DGB-Bildungswerkes.

Was die Kampagne will

Den an der Kampagne beteiligten Organisationen geht es darum, in enger Kooperation mit den PartnerInnen in den Produtkionsländern , die Umsetzung sozialer Mindeststandards  wie z.B. die Durchsetzung des Vereinigungsrechts der Beschäftigten bei der Herstellung von Kleidung zu erreichen. Nur so können sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen der ArbeiterInnen in der Bekleidungsindustrie weltweit nachhaltig verbessern. Die Grundlage bildet ein Verhaltenskodex, der die wichtigsten Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wie die Kernarbeitsnormen enthält. Zusammen mit Partnerorganisationen aus dem Süden wurde dieser Kodex erarbeitet und abgestimmt. Dieser Kodex wird auch vom Internationalen Bund der freien Gewerkschaften (IBFG) getragen.

Ziele

Ziel der Kampagne ist es, dass die  Textilproduzenten und -händler von adidas bis Vaude diesen Kodex unterschreiben und sich damit verpflichten, die darin festgelegten Arbeitsrechte bei der Produktion ihrer Kleidung zu gewährleisten, und dies von einer unabhängigen Instanz (Multistakeholder Initiative), wie der Fair Wear Foundation, überwachen zu lassen.

Die Discounter-AG

Ein Schwerpunkt der CCC-Aktivitäten richtet sich auf die Discounter. Die Organisationen CIR, FEMNET , INKOTA-netzwerk und ver.di sind aktive Mitglieder der Arbeitsgruppe, die sich strategisch mit Aktionen und Aktivitäten zu den Discountern (vor allem Aldi, Lidl und KiK) beschäftigt. Im Zuge dieser Aktivitäten wurde 2010 beispielsweise eine Klage gegen Lidl wegen irreführender Werbung von VerbraucherInnen eingereicht. Zahlreiche Studien und Materialien entstanden, so u.a. eine Persiflage auf  Lidl und  Aldi, Letztere veranlasste den Discounter dazu mit juristischen Schritten den MacherInnen zu drohen. Auch der Videoclip Schön!Färber! entstand im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft.

Weitere Informationen und Materialien zu den Aktivitäten finden Sie auf der Kampagnenseite der Discounter-AG.